Der Große Preis von Deutschland 1993 (offiziell Großer Mobil 1 Preis von Deutschland) fand am 25. Juli auf dem Hockenheimring in Hockenheim statt und war das zehnte Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 1993.

Berichte

Hintergrund

Im Vorfeld des Rennwochenendes fand in Reilingen unweit von Hockenheim ein Treffen der Formel-1-Teamchefs statt. Es wurde über das von der FISA geplante Verbot der elektronischen Fahrhilfen diskutiert. Man kam zu der Einigung, dieses umzusetzen. Zudem wurde beschlossen, das Nachtanken während der Rennen wieder zu ermöglichen und neue Gewichtsregularien einzuführen. All dies sollte mit dem Start der Saison 1994 in Kraft treten.

Die einzige Veränderung in der Meldeliste im Vergleich zum Großen Preis von Großbritannien, der zwei Wochen zuvor stattgefunden hatte, war die Tatsache, dass beide Tyrrell-Piloten fortan mit dem neuen 021 antraten.

Nach dem Großen Preis von Großbritannien führte Alain Prost in der Fahrerwertung mit 20 Punkten vor Ayrton Senna und mit 37 Punkten vor Michael Schumacher. In der Konstrukteurswertung führte Williams-Renault mit 45 Punkten vor McLaren-Ford und mit 56 Punkten vor Benetton-Ford.

Mit Senna (dreimal), Michele Alboreto und Prost (jeweils einmal) traten drei ehemalige Sieger zu diesem Grand Prix an.

Qualifying

Prost und Damon Hill qualifizierten sich in ihren überlegenen Williams FW15C zum wiederholten Mal für die erste Startreihe. Schumacher und Senna bildeten die zweite Reihe vor den beiden Ligier-Piloten Mark Blundell und Martin Brundle. Riccardo Patrese, der an diesem Wochenende seinen 250. Grand Prix absolvierte, qualifizierte sich für den siebten Startplatz vor Aguri Suzuki und den beiden Ferrari F93A von Gerhard Berger und Jean Alesi.

Während des verregneten Warm-up am Sonntagmorgen prallte Derek Warwick ins Heck des Lola T93/30 von Luca Badoer. Sein Footwork FA14 überschlug sich und rutschte kopfüber durch das Kiesbett. Warwick blieb unverletzt, obwohl die Airbox seines Wagens sowie sein Helm zum Teil im Kies versunken waren.

Rennen

Wegen eines schlechten Starts wurde Prost nach wenigen Metern von Hill und Schumacher überholt. Beim Versuch, ebenfalls an Prost vorbeizuziehen, drehte sich Senna in der ersten Schikane und fiel ans Ende des Feldes zurück. In der zweiten Schikane drehte sich Brundle. Um diesem auszuweichen, ließ Prost die Schikane aus und verschaffte sich dadurch einen kleinen Zeitvorteil, durch den er rascher auf Schumacher aufholte. Im sechsten Umlauf überholte er diesen. Kurz nachdem er in der achten Runde auch seinen Teamkollegen Hill überholt hatte, wurde er wegen des Auslassens der Schikane mit einer Stop-and-Go-Strafe belegt, die er während des folgenden Umlaufs an der Box absolvierte. Er kehrte daraufhin als Fünfter hinter Hill, Schumacher, Blundell und Patrese auf die Strecke zurück. Senna hatte sich zwischenzeitlich wieder bis auf den siebten Rang nach vorn gekämpft.

In der vorletzten Runde platzte ein Reifen am Wagen des mit deutlichem Vorsprung führenden Hill. Während dieser versuchte, auf drei Rädern die Box zu erreichen, wurde er von Prost und Schumacher überholt. In der Schikane im Bereich der Einfahrt zur Boxengasse drehte er sich und musste aufgeben.

Prost siegte vor Schumacher, Blundell, Senna, Patrese und Berger und führte dadurch die Weltmeisterschaftswertung mit bereits 27 Punkten Vorsprung vor Senna an.

  • Großer Preis von Deutschland 1993

Meldeliste

Klassifikationen

Qualifying

Rennen

WM-Stände nach dem Rennen

Die ersten sechs des Rennens bekamen 10, 6, 4, 3, 2 bzw. 1 Punkt(e).

Fahrerwertung

Konstrukteurswertung

Einzelnachweise

Weblinks

  • Rennergebnis auf der offiziellen Website der Formel 1
  • Rennergebnis auf "Motorsportarchiv.de"

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